Über mich

3 Jahren war ich alt, als ich das erste Mal auf dem Rücken eines Pferdes saß. Bei meinem Vater in Roetgen bei Aachen lernte ich die Grundprinzipien der Pferdezucht. Ohne Sattel, festgebunden am Rücken des Reiters, ging es auf Tagestouren – so konnten wir nur gemeinsam fallen. 🙂
Die Begeisterung für Pferde hat mich seitdem nie mehr losgelassen.

Im Lauf der Zeit wurde ich selbstsicher im Umgang mit diesen sensiblen, mir anvertrauten Geschöpfen – und mit mir selbst.

Heute, nach fast 47 Jahren im Sattel, bin ich immer noch begeisterter Reiter in Bahn, Feld und Flur. Vor allem liebe ich das Wanderreiten, bin immer wieder im Aachener Umland zu Pferd unterwegs. Ich strebe nach ständiger Verbesserung des harmonischen Zusammenspiels von Pferd und Reiter. Gerade beim Wanderreiten ist dabei auch ein guter Beschlag wichtig. Denn besonders auf langen Strecken zeigt sich, ob der Beschlag wirklich zum Pferd passt.

Auch dieses Interesse an der Hufschmiedekunst entdeckte ich schon früh. Als kleiner Junge ging ich liebend gerne zu den Dorfschmieden, wo wir unsere Pferde noch hinbringen mussten, um sie im Notstand beschlagen zu lassen.

Später kam ein alter belgischer Hufschmied zu uns und beschlug die Pferde aus der Hand, so wie er es beim Militär gelernt hatte. Ich durfte zwar immer wieder helfen, aber mir wurde auch gesagt: „Das ist nichts für dich! Du bist viel zu groß. Das macht der Rücken nicht mit.“

Lange Zeit hat deshalb meine Begeisterung für das Beschlagen geschlummert. Zwar habe ich Kurse beim Altmeister Fritz Rödder gemacht und dessen Buch „Ohne Huf kein Pferd“ habe ich verschlungen. Meine Ausbildung habe ich aber erst mal als Raumausstatter und Einrichtungsfachberater gemacht, doch befriedigen konnte mich dieser Beruf nicht.

Deshalb habe ich mich zum Hufbeschlagschmied und zum Huftechniker ausbilden lassen. Die Huftechnikerprüfung habe ich bei Burkhard Rau von der Rheinischen Hufbeschlagschule abgelegt, die Hufbeschlagprüfung in der sehr renommierten Berufsreiterschule NHB Deurne, der größten Ausbildungsstätte in den Niederlanden.

Glücklich bin ich erst jetzt, wo ich endlich zu diesem herrlichen Beruf gefunden habe.